Der Turmbau vor der markanten Silhouette von Walter Gropius' Bauhaus-Archiv orientiert sich nicht an stilistischen Referenzen der Bauhaus-Architektur. Vielmehr folgt er dem experimentierfreudigen Geist des Bauhauses – mit einem Fokus auf die Nutzung innovativer digitaler Planungs- und Bauprozesse. Die Fotografie zeigt die Bauphasen in einer umfassenden und vielschichtigen Dokumentation. Parallel dazu ist der Kurzfilm „Turmbau“ entstanden, der den Zeitraum der Montage verdichtet und die präzise ablaufenden Montagevorgänge im Kontext der Stadt, dem Wechsel des Lichts und dem Ziehen der Wolken erzählt.
Porträts von Architekturen in ihrem stadträumlichen und gesellschaftlichen Kontext, als Dokumentation der zu gebauter Realität gewordenen Entwürfe und als Zeugen ihrer Zeit. Visuelle Recherchen, die den beabsichtigten und den überraschenden Beziehungen nachspüren, die das einzelne Haus mit der Stadt, mit den Menschen und der umgebenden Natur eingeht.
Welterbestätten sind oft Landschaften voller Widersprüche, die mit unseren Sehnsuchtsbildern nur wenig gemein haben. Fotografische Essays richten den Blick auf das Alltagsleben in diesen Denkmallandschaften, auf das Nebeneinander von Moderne und Antike, auf Schönheit und Banalitäten, auf die Konflikte zwischen städtischem Leben, denkmalpflegerischen Anforderungen und den Verheißungen des Tourismus.
Die Lebenswelten unserer Städte sind in weiten Teilen von Phänomenen geprägt, die sich planerischen Prozessen entziehen. Die Serien dieser Werkgruppe versammeln visuelle Erzählungen von diesen Seiten der Stadt: tausende Menschen, die virtuelle Monster jagen und die Stadt zur Bühne für ein Spiel machen, in dem sich virtuelle und physische Realität vermischen; Stromkabel, die ein Eigenleben zu führen scheinen und sich mit Natur und Stadt verweben; die Typologie der koreanischen Motels, deren Gestaltungsprinzipien sich abseits üblicher architektonischer Kategorien entwickeln und einen eigenwilligen Ausdruck für komplexe soziale Bedingungen formulieren.