Die „Baugruppe Insulaner“ setzt sich aus elf Parteien unterschiedlicher Generationen zusammen, die gemeinsam ihre Vorstellung von einem individuellen, innerstädtischen Wohnen verwirklichen wollten. In zentrumsnaher Lage wurde das zentrale Straßenbahndepot aufgegeben. Auf Grundlage eines städtebaulichen Wettbewerbs wurde ein Gestaltungshandbuch ausgearbeitet. Das Modellprojekt wurde durch Fördermittel aus dem Programm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung unterstützt. Aufgrund der exponierten Ecklage fungiert das Gebäude als Gelenkstück zwischen Platz und zwei Zugangsstraßen. Mit seiner konkav geschwungenen Fassade ist es zum Platz hin besonders präsent. Am nördlichen Ende erschließt eine quer durch die gesamte Gebäudetiefe führende Stiege gestapelte Maisonettewohnungen. Das Haupttreppenhaus liegt im inneren „Gelenkbereich“ des Gebäudes, dadurch wird die gesamte Fassadenfläche für die Wohnungen nutzbar. Weiß geschlämmte Faschen aus Ziegelmauerwerk fassen im Sockelbereich die Fenster mit Brüstung im Erdgeschoss und die französischen Fenster des 1. Obergeschosses zusammen.

Bauherr

Baugruppe Insulaner - Alternatives Wohnnen e.V.

Aufnahmezeitraum

2014

Schmitt von Holst Architekten - Baugruppe Insulaner, St. Leonhardsgarten, Braunschweig + Info
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